Cannondale Mavaro
12 Modelle
Das Mavaro ist Cannondales Alltagsrad: vollständig ausgestattet ab Werk, mit Gepäckträger, Schutzblechen, Licht und Bosch-Antrieb — ein Rad, das an alles gedacht hat, bevor Du losfährst. Es gibt jede Ausstattungsstufe in zwei Rahmenformen — als Standardrahmen und als Tiefeinsteiger mit durchgehend niedrigem Durchstieg. Die oberen Stufen fahren mit Cannondales eigener HeadShok-Federung, die Einstiegsstufe mit einer konventionellen Federgabel.
Standardrahmen oder Tiefeinsteiger
Das Mavaro gibt es in zwei Rahmenformen, die sich technisch nur im Rahmendreieck unterscheiden — Antrieb, Ausstattung und Fahrverhalten sind identisch. Du entscheidest also nicht zwischen zwei Rädern, sondern nur, wie Du aufsteigen willst.
Der Tiefeinsteiger hat ein tief geführtes Unterrohr ohne Oberrohr. Die Höhe, über die beim Aufsteigen gestiegen werden muss, ist bei allen Rahmengrößen gleich niedrig und liegt etwa auf halber Höhe des Standardrahmens. Wer Probleme mit der Hüfte hat, häufig in Alltagskleidung fährt oder mit Kindersitz beladen aufsteigt, fährt damit spürbar entspannter — einfach durchsteigen und losfahren.
Ein Hinweis, der oft untergeht: Die kleinste Rahmengröße gibt es nur als Tiefeinsteiger. Wer klein gewachsen ist, hat beim Mavaro keine Wahl zwischen den Rahmenformen.
Welche Mavaro-Stufe passt zu mir?
Mavaro 1 ist die Komfortvariante — das Rad, bei dem Du unterwegs an nichts mehr denken musst. Cannondales HeadShok-Federung vorn, der kräftigste Bosch-Antrieb, der größte Akku und eine stufenlose Nabenschaltung von Enviolo: geschaltet wird ohne Rasten, auch im Stand und unter Last. Dazu der RackLock-Gepäckträger mit fest integriertem Schloss.
Mavaro 2 hat denselben Rahmen, dieselbe Federung, denselben Motor und denselben Gepäckträger — und damit dasselbe Fahrgefühl. Unterschiede: kleinerer Akku und eine Fünfgang-Nabenschaltung statt der stufenlosen Variante. Für den typischen Pendel- und Einkaufsradius ist das die vernünftigere Wahl.
Mavaro 4 ist die Einstiegsstufe und technisch eigenständig. Ruhigerer Antrieb, kleinerer Akku, eine konventionelle Federgabel statt der HeadShok, einfachere Bremsen und ein Gepäckträger ohne integriertes Schloss und ohne Kindersitz-Freigabe. Als Rad für kürzere Alltagsstrecken ohne schwere Zuladung geht es auf, als günstigeres Mavaro 2 nicht.
| Merkmal | Mavaro 1 | Mavaro 2 | Mavaro 4 |
|---|---|---|---|
| Federung vorn | HeadShok | HeadShok | konventionelle Federgabel |
| Antrieb | Performance Line CX | Performance Line CX | Active Line Plus |
| Schaltung | stufenlos | Fünfgang-Nabe | Fünfgang-Nabe |
| Display | Kiox 300 mit Fernbedienung | Kiox 300 mit Fernbedienung | Purion 200 |
| Bremsen vorn | Vierkolben | Vierkolben | Zweikolben |
| Gepäckträger | RackLock mit Schloss | RackLock mit Schloss | Standardträger |
| Kindersitz | freigegeben | freigegeben | nicht freigegeben |
| Rahmenformen | Standard, Tiefeinsteiger | Standard, Tiefeinsteiger | Standard, Tiefeinsteiger |
Was das Mavaro im Alltag ausmacht
HeadShok-Federung (Mavaro 1 und 2)
Statt einer klassischen Federgabel arbeitet beim Mavaro 1 und 2 eine Federung im Steuerrohr. Sie baut kürzer und leichter als eine Teleskopgabel und spricht auf feine Unebenheiten früher an — genau das, was auf Kopfsteinpflaster und abgesenkten Bordsteinen zählt: Das Rad bleibt ruhig, Deine Hände bleiben es auch. Beim Mavaro 4 sitzt stattdessen eine konventionelle Federgabel.
Einstellen lässt sich an der Federung nichts. Cannondale hat sie bewusst ohne Verstellmöglichkeiten für Vorspannung, Feder und Dämpfung ausgelegt und auf ein feines Ansprechverhalten abgestimmt. Wer gern selbst justiert, wird hier nicht fündig; wer einfach losfahren will, muss sich um nichts kümmern.
RackLock — Gepäckträger mit Schloss (Mavaro 1 und 2)
Der Heckgepäckträger ist in den Rahmen integriert, trägt das Schutzblech gleich mit und hat ein Bügelschloss fest verbaut. Das Schloss ist damit immer am Rad — es kann nicht vergessen und nicht vertauscht werden. Kurz vor der Bäckerei anhalten, abschließen, rein — ohne Kramen in der Tasche. Der Träger ist für Kindersitze freigegeben und arbeitet mit dem Racktime-SnapIt-System, für das es Körbe, Taschen und Boxen zum Aufklicken gibt.
Frontgepäckträger am Steuerrohr
Am Steuerrohr des Mavaro sitzen Aufnahmepunkte für Cannondales eigene Frontgepäckträger, die separat erhältlich sind. Der entscheidende Unterschied zu einem Korb am Lenker: Die Last hängt am Rahmen, nicht an der Lenkung. Sie dreht sich also nicht mit und verändert das Lenkverhalten kaum — der volle Einkauf vorn zieht nicht am Lenker. Einer der Träger arbeitet mit demselben Klicksystem wie der Heckgepäckträger, Korb und Taschen lassen sich also vorn wie hinten nutzen — praktisch, wenn hinten ein Kindersitz sitzt.
Akku und Diebstahlschutz
Der Akku sitzt im Unterrohr und lässt sich herausnehmen, geladen werden kann also auch getrennt vom Rad — in der Wohnung, während das Rad unten steht. Die beiden Akkugrößen der oberen Stufen sind untereinander tauschbar, ein späterer Wechsel auf die größere Variante ist ohne Umbau möglich.
Im Rahmen ist außerdem ein verdeckter Platz für das Bosch ConnectModule vorgesehen. Das Modul ermöglicht GPS-Ortung bei Diebstahl, Bewegungsmeldung und das Sperren des Motors aus der Ferne, und es erfüllt Anforderungen mancher Versicherer. Es ist nicht ab Werk verbaut, sondern wird über Bosch-Fachhändler nachgerüstet — bei uns in der Werkstatt.
Mavaro oder Tesoro — was ist der Unterschied?
Beide Modelle nutzen dieselbe Rahmenplattform und dasselbe Bosch-System. Der Unterschied liegt in der Ausstattung — und die entscheidet, auf welchen Wegen Du Dich zu Hause fühlst.
Das Mavaro fährt pannensichere Stadtreifen mit Reflexstreifen und eine Getriebenabe. Die schaltet auch im Stand, braucht keine Pflege und verschmutzt die Kleidung nicht. Das ist die Kombination für tägliche Wege, häufiges Anhalten und Alltagskleidung.
Das Tesoro fährt grobstollige Reifen und in den mittleren Stufen eine Kettenschaltung mit großer Bandbreite. Das ist die Kombination für lange Touren, Steigungen und wechselnden Untergrund.
Kurz: Mavaro für den Alltag in der Stadt. Tesoro, wenn die Touren länger werden und der Untergrund wechselt.
Unsere Einschätzung aus der Fachhändler-Praxis
Das Mavaro ist eines der durchdachtesten Alltagsräder, die wir führen — und eines der wenigen, bei denen der Gepäckträger nicht wie nachträglich angeschraubt wirkt. Es ist ein Rad, das man kauft, um es jahrelang einfach zu benutzen.
Was dafür spricht: Träger, Schutzblech und Schloss sind Teil der Rahmenkonstruktion statt Zubehör. Das Zubehörsystem ist durchdacht — dasselbe Klicksystem vorn und hinten, Kindersitz-Freigabe, Anhängerbetrieb möglich. Die HeadShok der oberen Stufen spricht feiner an als die meisten Federgabeln in dieser Klasse. Und beide Rahmenformen gibt es über die ganze Ausstattungspalette, nicht nur bei einzelnen Modellen.
Was Du vorher wissen solltest — damit Du das richtige Rad wählst:
Mavaro 4 ist kein abgespecktes Mavaro 2, sondern ein eigenständiges Rad mit anderem Rahmen, anderer Federgabel, anderem Antrieb und einem Gepäckträger ohne Schloss und ohne Kindersitz-Freigabe. Wenn Du wegen des Kindersitzes oder des integrierten Schlosses kommst, kommst Du wegen Mavaro 1 oder 2.
Der Vorbau ist nicht verstellbar. Er wurde zusammen mit dem Rahmen konstruiert und gibt eine aufrechte Sitzposition vor. Für die meisten passt das; wer die Lenkerhöhe gern nachjustiert, hat hier wenig Spielraum.
An der HeadShok lässt sich nichts einstellen. Keine Vorspannung, keine Dämpfung. Das ist eine bewusste Entscheidung für Einfachheit, aber wer ein schwereres oder leichteres Setup gewohnt ist, kann es nicht anpassen.
Gepäckträger und Schutzbleche vom Zubehörmarkt passen nicht sauber. Die Teile sind auf den Rahmen zugeschnitten. Sie sind stabil genug für den Alltag, aber Du legst Dich auf das System fest.
Und das Mavaro ist kein leichtes Rad. Voll ausgestatteter Aluminiumrahmen, großer Akku, Federung, Träger — das summiert sich. In die dritte Etage tragen will man es nicht. Der Akku ist immerhin abnehmbar, geladen wird also nicht zwingend am Rad.
Kurz: Wenn Du ein Rad suchst, auf dem Du Kind, Einkauf oder Pendelgepäck transportierst und das Du nicht ständig nachrüsten musst, ist das Mavaro in den Stufen 1 und 2 eine der besten Optionen — ein Rad, das morgens einfach dasteht und funktioniert. Wenn Leichtigkeit im Vordergrund steht, sieh Dir das FlyingV an.
Alle Modellfamilien der Marke zeigt die Übersicht Cannondale E-Bikes.
FAQ
Häufige Fragen zum Cannondale Mavaro
Was ist der Unterschied zwischen Mavaro 1, 2 und 4?
Mavaro 1 und 2 teilen sich Rahmen, HeadShok-Federung, den kräftigeren Bosch-Antrieb und den RackLock-Gepäckträger mit integriertem Schloss; sie unterscheiden sich in Akkugröße und Schaltung. Mavaro 4 ist technisch eigenständig: anderer Rahmen, konventionelle Federgabel, ruhigerer Antrieb, einfachere Bremsen und ein Gepäckträger ohne Schloss und ohne Kindersitz-Freigabe.
Gibt es das Mavaro als Tiefeinsteiger?
Ja, jede Ausstattungsstufe ist auch als Tiefeinsteiger erhältlich. Der Rahmen hat kein Oberrohr, der Durchstieg ist bei allen Rahmengrößen gleich niedrig. Die kleinste Rahmengröße gibt es ausschließlich als Tiefeinsteiger.
Kann ich am Mavaro einen Kindersitz montieren?
Am RackLock-Gepäckträger von Mavaro 1 und 2 ja — er ist für Kindersitze freigegeben und auf den Thule Yepp2 Maxi ausgelegt. Der Gepäckträger des Mavaro 4 ist dafür nicht freigegeben. Wenn zusätzlich vorn transportiert werden soll, lässt sich ein Frontgepäckträger ergänzen.
Kann ich mit dem Mavaro einen Fahrradanhänger ziehen?
Ja, die hinteren Ausfallenden sind dafür zugelassen. Zu beachten ist das zulässige Gesamtgewicht, in das der Anhänger eingerechnet wird. Der passende Kupplungsadapter hängt davon ab, welche Schaltung verbaut ist — für die stufenlose Nabe wird ein anderer benötigt als für die Fünfgang-Nabe. Welcher zu Deinem Modell gehört, sagen wir Dir; die Montage übernimmt unsere Werkstatt.
Was ist HeadShok?
HeadShok ist eine von Cannondale entwickelte Federung, die im Steuerrohr arbeitet statt in den Gabelholmen. Sie baut kürzer und leichter als eine Teleskopgabel und spricht auf feine Unebenheiten früher an. Beim Mavaro kommt sie in den Stufen 1 und 2 zum Einsatz, nicht beim Mavaro 4. Einstellmöglichkeiten für Vorspannung oder Dämpfung gibt es nicht. Ab dem Modelljahr 2027 setzt Cannondale die HeadShok auch im Tesoro ein.
Was ist der Unterschied zwischen Mavaro und Tesoro?
Beide nutzen dieselbe Rahmenplattform und dasselbe Bosch-System, unterscheiden sich aber in der Ausstattung. Das Mavaro fährt pannensichere Stadtreifen mit Reflexstreifen und eine Getriebenabe, die auch im Stand schaltet — ausgelegt auf tägliche Wege in der Stadt. Das Tesoro fährt grobstollige Reifen und in den mittleren Stufen eine Kettenschaltung mit großer Bandbreite — ausgelegt auf Touren und wechselnden Untergrund.
Lässt sich der Akku des Mavaro herausnehmen?
Ja, der Akku sitzt im Unterrohr und ist entnehmbar. Geladen werden kann er am Rad oder getrennt davon. Bei den oberen Ausstattungsstufen sind die beiden angebotenen Akkugrößen untereinander tauschbar, ein späterer Wechsel auf die größere Variante ist ohne Umbau möglich.
Kann ich das Mavaro gegen Diebstahl orten lassen?
Ja. Im Rahmen ist ein verdeckter Platz für das Bosch ConnectModule vorgesehen. Damit lässt sich das Rad orten, es meldet unbefugte Bewegung und der Motor kann aus der Ferne gesperrt werden. Das Modul ist nicht ab Werk verbaut und wird über einen Bosch-Fachhändler nachgerüstet — E-BIKE ONLY ist Bosch-Servicepartner und übernimmt Beschaffung und Einbau.
Passen andere Gepäckträger oder Schutzbleche ans Mavaro?
Träger und Schutzblech sind auf den Rahmen zugeschnitten und bilden eine Einheit. Zubehör anderer Hersteller kann im Einzelfall passen, sitzt aber selten sauber und nutzt die vorgesehenen Aufnahmen nicht. Für Erweiterungen ist das Racktime-Klicksystem der bessere Weg — dafür gibt es Körbe, Taschen und Boxen, die sich vorn wie hinten aufstecken lassen.